Hugo Sinzheimer Institut

Aktuelles

Dr. Hubertus Reinbach erhielt für seine Dissertation "Das gewerkschaftliche Streikmonopol – Der Streik zwischen Verfassung und Völkerrecht" am 26. Juni 2019 den Hugo Sinzheimer Preis.

Veranstaltungsübersicht

18.-20.10.2019  - Fachtagung Inzell
06.12.2019  - Arbeitsrechtsgeschichte
06.-07.02.2020  - HBS-Nachwuchscolloquium

Hugo Sinzheimer Preis 2019

Der Hugo Sinzheimer Preis wird auch für das Jahr 2019 wieder verliehen. Die aktuelle Ausschreibung finden Sie hier.

Zeitschrift Soziales Recht

Das HSI gibt in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsrecht der Universität Göttingen die Zeitschrift Soziales Recht im Bund-Verlag heraus.

Bild zum Thema Hugo Sinzheimer Institut als Teil der Hans-Böckler-Stiftung

Preisverleihung 2015

Am 10.11.2015 verlieh das HSI, in Kooperation mit dem Institut für Zivil- und Wirtschaftsrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main, zum fünften Mal den Hugo Sinzheimer Preis für herausragende arbeitsrechtliche Dissertationen.

Die Preisträgerin ist in diesem Jahr Dr. Gabriele Buchholtz, die bei Prof. Dr. Hermann Pünder an der Bucerius Law School in Hamburg promoviert hat. In ihrer Dissertation mit dem Titel "Streiken im europäischen Grundrechtsgefüge – zum Harmonisierungspotenzial des Art. 6 Nr. 4 ESC in der Anwendung des EGMR und des EuGH" befasst sie sich insbesondere mit der Frage, welche Konsequenzen die Rechtsprechung des EGMR zum Streikrecht für die nationale Rechtsordnung hat. Hierbei kommt die Autorin auch zu dem Schluss, dass das Streikverbot für Beamte in Deutschland gegen die EMRK verstößt. Das nationale Recht lasse sich jedoch konventionsfreundlich auslegen. Weiterhin legt sie dar, dass nationale Grundrechte und die EMRK gleichrangig nebeneinander stehen und Konflikte zwischen diesen im Wege einer horizontalen Grundrechtskollision zu lösen seien.

Zum Auftakt der feierlichen Preisverleihung richteten Prof. Dr. Ute Sacksofsky, Dekanin des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Goethe-Universität, und der stellvertretende Leiter des HSI, Dr. Johannes Heuschmid, ein Grußwort an die rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In der anschließenden Laudatio, die in der Zeitschrift Soziales Recht veröffentlicht wird, würdigte Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder (Universität Hannover) die Dissertation.

Es folgte eine angeregte Podiumsdiskussion, an der neben der Preisträgerin Prof. Dr. Dr. h. c. Ulrich Preis (Universität zu Köln), Peter Berg (Justiziar ver.di Landesbezirk NRW) und Rainer Bram (Landesarbeitsgericht Frankfurt) teilnahmen. Die Diskussion zum Thema der Dissertation wurde von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Manfred Weiss (Goethe-Universität, Vorsitzender des HSI-Beirats) moderiert. Im Mittelpunkt stand hierbei u.a. die Frage, wie die Rezeption der ESC und der EMRK durch die deutsche Rechtsprechung gefördert werden könne und welche Bedeutung diesen Instrumenten für das einstweilige Rechtsschutz- verfahren zukommt. Weiter wurde über das (Rang-)Verhältnis zwischen GG und EMRK diskutiert und hierbei auch auf das Beamtenstreikverbot eingegangen. Schließlich wurde auch der Einfluss des Europarechts betrachtet.