Hugo Sinzheimer Institut

Aktuelles

Neues Gutachten von Prof. Dr. Martin Franzen über die "Stärkung der Tarifautonomie durch Anreize zum Verbandsbeitritt" erschienen (HSI-Schriftenreihe Bd. 27).

Veranstaltungsübersicht

28.02./01.03.2019  - Hans-Böckler-Forum
04.04.2019  - Sozialversicherungsregress
26.06.2019  - Sinzheimer-Vorlesung
                       und Preisverleihung

Stellenausschreibung des HSI

Aktuelle Stellanausschreibung für eine/n Wissenschaftliche Referentin / Wissenschaftlichen Referenten.

Zeitschrift Soziales Recht

Das HSI gibt in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsrecht der Universität Göttingen die Zeitschrift Soziales Recht im Bund-Verlag heraus.

Bild zum Thema Hugo Sinzheimer Institut als Teil der Hans-Böckler-Stiftung

Rechtspolitischer Kongress

Zum Rechtspolitischen Kongress „Demokratisierung von Gesellschaft und Arbeitswelt – Impulse für eine soziale Rechtspolitik“ luden Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Friedrich Ebert Stiftung (FES) und Hans-Böckler-Stiftung (HBS) in Kooperation mit dem Hugo Sinzheimer Institut am 25. und 26. März 2014 nach Berlin. Rund 1.000 Teilnehmer folgten der Einladung und diskutierten zwei Tage lang die rechtspolitischen Herausforderungen der arbeits- und lebensweltlichen Veränderungsprozesse in Deutschland und Europa.

Eröffnet wurde der Kongress durch den Gastgeber und Hausherrn, Dr. Roland Schmidt (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der FES), und den Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Heiko Maas. Dem folgten ein Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Heribert Prantl (Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung) zum Thema „Wo Europa neue Kraft braucht und woher sie kommen kann“ sowie eine Podiumsdiskussion zur Frage „Konturen eines sozialen Europas – Wirtschafts- und Sozialpolitik auf europäischer Ebene?“. Unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Weiss (Universität Frankfurt/Main) diskutieren hier Dr. Viktor Kreuschitz (Richter am EuG), Peter Masuch (Präsident des Bundessozialgerichts), Ulrike Hiller (Vorsitzende der Europaministerkonferenz), Michael Sommer (Vorsitzender des DGB sowie der HBS) und Jörg Hofmann (2. Vorsitzender der IG Metall).

Das Hugo Sinzheimer Institut beteiligte sich in Form zweier Foren an der Veranstaltung: Unter der Leitung von Dr. Thomas Klebe und Dr. Johannes Heuschmid fanden sich am ersten Konferenztag etwa 200 Teilnehmer im Forum 4 zum Thema „Mitbestimmung in Zeiten der Globalisierung“ zusammen. Die Teilnehmer beschäftigten sich dort zunächst mit der Frage „Industrie 4.0 – Betriebsverfassung 4.0?“. Hierzu referierte Prof. Dr. Katja Nebe (Universität Bremen). Kommentiert wurde ihr Vortrag von Bettina Haller (Konzernbetriebsrat Siemens), Prof. Dr. Ulrich Koch (Richter am Bundesarbeitsgericht) und Marie Seyboth (DGB).

Zum Thema „Zukunft der Unternehmensmitbestimmung“ folgte dann ein Referat von Prof. Dr. Rüdiger Krause (Universität Göttingen), der von Dr. Norbert Kluge (HBS), Prof. Dr. Hellmut Wißmann (Präsident des Bundesarbeitsgerichts a. D.) und Mister Bob King (Präsident der Gewerkschaft United Automobile Workers, USA) kommentiert wurde.

Am zweiten Veranstaltungstag moderierten Prof. Dr. Marlene Schmidt und Dr. Reinold Mittag (IG Metall Vorstand) das Forum 8 zum Thema „Aktuelle Entwicklungen und Zukunft des Arbeitskampfrechts“, an dem sich ebenfalls rund 200 Personen beteiligten. Das Forum befasste sich im ersten Block mit dem Thema „Arbeitskampf in einer globalisierten Wirtschaft“. Das Eingangsreferat von Prof. Dr. Olaf Deinert (Universität Göttingen) wurde hier kommentiert von Dr. Jürgen Treber (Richter am Bundesarbeitsgericht), Prof. Dr. Eva Kocher (Universität Frankfurt/Oder), Andrej Wroblewski (IG Metall Vorstand) und die Rechtsanwältin Katja Weitzel (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen). Der zweite Block des Forums behandelte die Frage „Beamte, Kirchen und Daseinsvorsorge – arbeitskampffreie Zonen?“. Hierzu referierte Prof. Dr. Jens Schubert (ver.di). Die Kommentare erfolgten von Prof. Dr. Gregor Thüsing (Universität Bonn), Klaus Lörcher (EGB) und Andreas Gehrke (GEW).

Zum Thema „Rechtswirklichkeit – Leitschnur für eine neue Politik?“ fand am zweiten Veranstaltungstag außerdem ein Vortrag von Michael Guggemos (Geschäftsführer der HBS) statt. Im darauf folgenden Streitgespräch erörterten Rechtsanwalt Holger Schwannecke (Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks) und Robert Feiger (Bundesvorsitzender der IG BAU) die Frage „Brauchen wir gesetzliche Regelungen zur Absicherung von Mindestbedingungen im Arbeitsverhältnis?“. Moderiert wurde das Gespräch von dem Berliner Journalisten Alfred Eichhorn.

Eine Diskussion zum Thema „Neue Ordnung der Arbeit in Deutschland und Europa – Notwendigkeit und Ausgestaltung“, an der sich Michael Sommer (Vorsitzender des DGB sowie der HBS), Thorben Albrecht (Beamteter Staatssekretär im BMAS) und Ingo Kramer (Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) beteiligten, rundete den Kongress ab. Den Abschluss bildete ein Rechtspolitischer Ausblick von Reiner Hoffmann (Vorstandsmitglied des DGB).