Hugo Sinzheimer Institut

Aktuelles

Neues Gutachten von Prof. Dr. Martin Franzen über die "Stärkung der Tarifautonomie durch Anreize zum Verbandsbeitritt" erschienen (HSI-Schriftenreihe Bd. 27).

Veranstaltungsübersicht

28.02./01.03.2019  - Hans-Böckler-Forum
04.04.2019  - Sozialversicherungsregress
26.06.2019  - Sinzheimer-Vorlesung
                       und Preisverleihung

Stellenausschreibung des HSI

Aktuelle Stellanausschreibung für eine/n Wissenschaftliche Referentin / Wissenschaftlichen Referenten.

Zeitschrift Soziales Recht

Das HSI gibt in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsrecht der Universität Göttingen die Zeitschrift Soziales Recht im Bund-Verlag heraus.

Bild zum Thema Hugo Sinzheimer Institut als Teil der Hans-Böckler-Stiftung

10. Hans-Böckler-Forum zum Arbeits- und Sozialrecht

Vom 5. bis 6. März 2015 veranstaltete die Hans-Böckler-Stiftung (HBS) in Kooperation mit dem Hugo Sinzheimer Institut (HSI) das 10. Hans-Böckler-Forum zum Arbeits- und Sozialrecht in Berlin. Rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung und nutzten die Möglichkeit, sich zwei Tage lang über aktuelle Entwicklungen im Arbeits- und Sozialrecht zu informieren und auszutauschen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Michael Guggemos (HBS) und Dr. Thomas Klebe (HSI). Den ersten Vortrag hielt Andrea Nahles (Bundesministerin für Arbeit und Soziales) über „Aktuelle Fragen des Arbeits- und Sozialrechts“. Im Anschluss daran informierte Prof. Dr. Vasilios Skouris (Präsident des EuGH) in seinem Plenumsvortrag über „Die Europäische Grundrechtecharta in der Rechtsprechung des EuGH“.

Am Nachmittag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, in sechs verschiedenen Foren spezifischen Themenschwerpunkten nachzugehen. Das HSI übernahm in diesem Rahmen die Vorbereitung und Moderation dreier Foren:

Im Forum 3 „Arbeit der Zukunft – Zukunft der Arbeit“ referierten unter der Moderation von Dr. Thomas Klebe (HSI) und Dr. Andreas Priebe (HBS): Prof. Dr. Gerhard Bosch (Universität Duisburg Essen) zu „Abschied vom Normalarbeitsverhältnis? Bestandsaufnahme und Zukunftsszenarien“, Prof. Dr. Jan Marco Leimeister (Universität Kassel) zu „Crowdsourcing – die Arbeit der Zukunft?“, Astrid Granzow (Vors. Gesamtbetriebsrat Atos Information Technology GmbH) zu „Neue Formen der Arbeit aus Betriebsratsperspektive“, Prof. Dr. Wolfgang Däubler (Universität Bremen) zu „Individual- und kollektivrechtliche Fragen des Crowdsourcings“, Prof. Dr. Bernd Waas (Universität Frankfurt/Main) zu „Neue Beschäftigungsformen in Europa. Ein Überblick über Probleme und Lösungsmöglichkeiten“ und Annelie Buntenbach (DGB-Bundesvorstand) zu „Die Zukunft der Arbeit“.

Forum 4 beschäftigte sich mit dem aktuellen Stand und den Perspektiven des Arbeitskampfrechts. Die Moderation führten hier Prof. Dr. Olaf Deinert (Universität Göttingen) und Dr. Johannes Heuschmid (HSI). Inhalt war zunächst ein Vortrag von Dr. Jürgen Treber (BAG) zu dem Thema „Quo vadis Arbeitskampfrecht – nationale Perspektiven“, der von drei weiteren Rednern kommentiert wurde: Felix Stumpf (IG Metall) über „Fernwirkung und Parität im Arbeitskampf – Zeit für eine Revision von § 160 Abs. 3 SGB III?“, Rainer Bram (LAG Hessen) über „Praxisprobleme des Arbeitskampfes – Einstweilige Verfügungen und Schadensersatz“ sowie Dr. Daniel Ulber (Universität Köln) über „Herrscht jetzt vollständige Kampfmittelfreiheit?“.
Dem schloss sich ein Vortrag von Klaus Lörcher (ehem. Justiziar des EGB) an, der den „Arbeitskampf im internationalen Kontext“ beleuchtete. Hieran richteten sich die Kommentare von Prof. Dr. Robert Rebhahn (Universität Wien) zu „Grundfreiheiten und Arbeitskampf – Spielräume und Grenzen für Arbeitskämpfe in der Union“, Prof. Dr. Jens Schubert (ver.di) über „Aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung des EGMR und deren Rückwirkungen auf das nationale Arbeitskampfrecht“ und Prof. Dr. Reingard Zimmer (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin) zum „Arbeitskampfrecht aus Sicht der ILO – aktuelle Probleme und Entwicklungsperspektiven“.

Das von Prof. Dr. Marlene Schmidt (HSI) und Prof. Dr. Rüdiger Krause (Universität Göttingen) moderierte Forum 6 beschäftigte sich mit flexiblen Entgeltformen. Inhaltlich ging Prof. Dr. Thomas Breisig (Universität Oldenburg) auf die „Formen, Zwecke und Wirkungen der Flexibilisierung des Arbeitsentgelts aus ökonomischer und psychologischer Perspektive“ ein. Kommentiert wurde der Vortrag von Axel Ronnisch (Vors. Betriebsrat Hewlett-Packard GmbH) und Sigmar Kleinert (Betriebsrat und Aufsichtsrat DZ Bank AG). Weiterhin befassten sich Waldemar Reinfelder (BAG) mit „Individualrechtlichen Fragen der Flexibilisierung des Arbeitsentgelts“ und Prof. Dr. Martina Benecke (Universität Augsburg) mit „Kollektivrechtlichen Fragen der Flexibilisierung des Arbeitsentgelts".

Am zweiten Veranstaltungstag referierte Prof. Dr. Raimund Waltermann (Universität Bonn) über „Aktuelle Fragen des Mindestlohngesetzes“. Sodann befassten sich Dr. Egils Levits (EuGH) und Prof. Dr. Brun-Otto Bryde (BVerfG, a.D.) mit dem Thema „Richterrecht und Gesetzesbindung“. Die Veranstaltung schloss mit einer von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Manfred Weiss (Universität Frankfurt/Main, HSI-Beiratsvorsitzender) moderierten Podiumsdiskussion. An dieser beteiligten sich auf dem Podium Anette Kramme (BMAS), Reiner Hoffmann (Vors. DGB) und Dr. Klaus-Peter Stiller (BAVC).