Quelle: HBS
Gleichstellungsforum 2027: Mehr als Lohnlücke – Ökonomische Eigenständigkeit als Schlüssel für Geschlechtergleichheit
| Veranstalter: | HSI und WSI der Hans-Böckler-Stiftung |
| Ort: | Berlin, Spreespeicher Eventlocation |
| vom: | 25.02.2027, 13:30 Uhr |
| bis: | 26.02.2027, 13:00 Uhr |
Das Gleichstellungsforum 2027 Mehr als Lohnlücke – Ökonomische Eigenständigkeit als Schlüssel für Geschlechtergleichheit widmet sich den weiterhin bestehenden ökonomischen Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern und beleuchtet diese aus sozial-, geschlechter-, und rechtswissenschaftlicher Perspektive.
Im Zentrum steht die Frage, warum trotz gleichstellungspolitischer Erfolge in Bildung und Erwerbsbeteiligung strukturelle Unterschiede in Einkommen, eigenständiger Existenzsicherung und sozialer Absicherung fortbestehen. Was sind die Gründe dafür? Welche gesellschaftlichen, rechtlichen und institutionellen Veränderungen sind notwendig, um echte ökonomische Gleichstellung zu erreichen?
Das Forum nimmt die ökonomischen Geschlechterungleichheiten im Lebensverlauf in den Blick und fragt nach den Stellschrauben, mit denen sich die Entgeltlücke schrittweise verringern und langfristig schließen lässt. Zudem wird die Wirksamkeit aktueller und zukünftiger gleichstellungspolitischer Maßnahmen diskutiert, darunter die Entgelttransparenzrichtlinie der EU und ihre Umsetzung in Deutschland. Dabei werden sowohl rechtliche Rahmenbedingungen als auch betriebliche und tarifpolitische Handlungsmöglichkeiten sowie deren Durchsetzung im Einzelfall in den Blick genommen. Das Forum bringt Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Recht und Praxis zusammen, um interdisziplinär zu diskutieren, wie ökonomische Eigenständigkeit als Fundament echter Geschlechtergleichheit gestärkt werden kann. Ziel ist es, Impulse für eine moderne Gleichstellungspolitik zu setzen, die über die Lohnlücke hinausblickt.
Das Programm umfasst unter anderem Vorträge von Prof. Dr. Bettina Kohlrausch (wissenschaftliche Direktorin des WSI) und Prof. Dr. Dres. h. c. Schlachter (ehemalige Direktorin des IAAEU Trier) sowie die Diskussion des Tagungsthemas im Rahmen paralleler Panelsessions. Abgerundet wird der erste Tag durch einen kulturellen Höhepunkt: den Live‑Podcast Feminist Shelf Control mit Annika Brockschmidt und Rebekka Endler. Den Abschluss des zweitägigen Forums bildet eine Podiumsdiskussion, in der die zentralen Ergebnisse der Veranstaltung gebündelt und gemeinsam mit hochrangigen Gästen erörtert werden.