Hugo Sinzheimer Institut

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07.11.2014       - Preisverleihung

22.01.2015       - HSI-Tagung

05./06.03.2015 - HBS-Forum

Zeitschrift Soziales Recht

Das HSI gibt in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsrecht der Universität Göttingen die Zeitschrift Soziales Recht im Bund-Verlag heraus.

Hugo Sinzheimer Institut

Das Hugo Sinzheimer Institut für Arbeitsrecht (HSI) wurde am 29. April 2010 in Frankfurt am Main eröffnet. Als Teil der Otto Brenner Stiftung bietet es Raum für nationale wie internationale arbeits- und sozialrechtliche Forschung.

Das Institut steht in der Tradition Hugo Sinzheimers (1875-1945), der als Rechtswissenschaftler, Rechtspraktiker, Rechtspolitiker und Soziologe unterschiedlichste Perspektiven auf das Arbeitsrecht vereinte. Sinzheimer war Rechtsberater des Deutschen Metallarbeiterverbandes, ab 1920 Honorarprofessor für Arbeitsrecht an der Universität Frankfurt. 1921 initiierte er die Gründung der Akademie der Arbeit, heute Europäische Akademie der Arbeit. In der Weimarer Republik war er SPD-Abgeordneter. Als Wissenschaftler begründete er die normative Kraft des Tarifvertrages und trug mit seinen Ideen maßgeblich zur verfassungsrechtlichen Verankerung von Koalitionsfreiheit und Tarifautonomie bei. Sinzheimer gilt als Vater des deutschen Arbeitsrechts. Aber auch jenseits Deutschlands ist sein Name bekannt, der insbesondere für eine soziale Ausgestaltung der Arbeitsbeziehungen steht.

Im Sinne Sinzheimers pflegt das HSI ein Verständnis arbeits- und sozialrechtlicher Forschung, das unterschiedliche Aspekte integriert und dabei soziologische, rechtspolitische, internationale sowie auch rechtsvergleichende Elemente erfasst. Eine besondere Rolle spielt inzwischen das internationale Recht und dabei vornehmlich die Europäisierung des Arbeitsrechts.

Das Institut geht dabei nicht nur grundlegenden Fragestellungen nach und betreibt arbeits- und sozialrechtliche Forschung. Vielmehr behandelt es aktuelle, für Arbeitnehmer, Gewerkschaften sowie Betriebs- und Personalräte praktisch wichtige Themen. Es leistet einen aktiven Beitrag zu den rechtspolitischen Debatten rund um Fragen des Arbeits- und Sozialrechts und trägt mit wissenschaftlich fundierten Argumenten zu deren Versachlichung bei. Arbeitsfelder sind u.a. Fragen eines angemessenen Arbeitnehmerdatenschutzes, des arbeitsrechtlichen Kündigungsschutzes, der Stärkung der Tarifvertragsparteien, der Tarifbindung und der betrieblichen Mitbestimmung.

[englisch]